Hilfsmittel & Wohnen
Lagerungshilfen: So gehen Sie vor
Positionierung und Druckentlastung fachlich begleiten und das passende Hilfsmittel auswählen lassen. Beim Thema „Lagerungshilfen“ führt der Ablauf vom ersten prüfbaren Schritt über die zuständige Stelle bis zur dokumentierten Entscheidung und Wiedervorlage.

Kurzantwort
Das Wichtigste in Kürze
Beginnen Sie mit diesem Schritt: Pflegefachliche oder therapeutische Lagerungsziele festlegen. Danach: Haut, Beweglichkeit, Bett und bereits vorhandene Matratze beurteilen. Anschließend: Kissen, Keile oder spezielle Systeme praktisch erproben. Je nach medizinischem Zweck entscheidet die Krankenkasse oder Pflegekasse auf fachlicher Empfehlung über die Versorgung.
Einordnung
Wann ist dieses Thema relevant?
- Das konkrete Ziel ist geklärt: Positionierung und Druckentlastung fachlich begleiten und das passende Hilfsmittel auswählen lassen.
- Die Ausgangslage lässt sich belegen: Selbstständiger Lagewechsel ist eingeschränkt oder eine bestimmte Position muss stabil gehalten werden.
- Der Entscheidungsmaßstab ist bekannt: Lagerungshilfen sollen eine fachlich bestimmte Position unterstützen, Druck verteilen und Schmerzen oder Fehlstellungen vermeiden; sie ersetzen keine regelmäßige Haut- und Lagekontrolle.
Konkreter Ablauf
So gehen Sie Schritt für Schritt vor
- 01
Pflegefachliche oder therapeutische Lagerungsziele festlegen.
- 02
Haut, Beweglichkeit, Bett und bereits vorhandene Matratze beurteilen.
- 03
Kissen, Keile oder spezielle Systeme praktisch erproben.
- 04
Einweisung, Lageplan, Reinigungsweg und regelmäßige Wirksamkeitskontrolle dokumentieren.
- 05
Ergebnis und nächste Wiedervorlage festhalten: Antrag und Erprobung finden vor privatem Kauf statt.
Vorbereiten
Diese Unterlagen helfen
- Fachliche Empfehlung mit konkretem Lagerungsziel
- Haut- und Beweglichkeitsbeobachtung sowie Körpermaße
- Versorgungsvorschlag mit Produkt, Bezug und Anwendungshinweisen
- Kopie des Vorgangs zum Thema „Lagerungshilfen“ mit Versand- beziehungsweise Eingangsbeleg
Genau hinsehen
Worauf Sie besonders achten sollten
Wiedervorlage: Antrag und Erprobung finden vor privatem Kauf statt. Hautkontrolle erfolgt täglich; Lageplan und Hilfsmittel werden bei jeder Veränderung sofort angepasst.
Typischer Fallstrick: Mehr Kissen bedeuten nicht automatisch bessere Druckentlastung; falsche Positionierung kann Beweglichkeit einschränken oder neue Druckpunkte schaffen. Prüfen Sie deshalb vor dem Versand besonders Fachliche Empfehlung mit konkretem Lagerungsziel und Haut- und Beweglichkeitsbeobachtung sowie Körpermaße.
Praxisbeispiel: Bei einer geröteten Ferse wird nicht nur ein Kissen untergelegt, sondern Druckentlastung, Hautbefund und Wechselposition fachlich festgelegt.
Häufig gefragt
Fragen und kurze Antworten
Was ist der erste Schritt beim Thema „Lagerungshilfen“?
Pflegefachliche oder therapeutische Lagerungsziele festlegen.
An welche Stelle richte ich den Vorgang zum Thema „Lagerungshilfen“?
Je nach medizinischem Zweck entscheidet die Krankenkasse oder Pflegekasse auf fachlicher Empfehlung über die Versorgung.
Was sollte ich nach der Entscheidung zum Thema „Lagerungshilfen“ tun?
Hautkontrolle erfolgt täglich; Lageplan und Hilfsmittel werden bei jeder Veränderung sofort angepasst.
Offizielle Quellen und fachlicher Stand
Inhaltlich geprüft am 10.07.2026. Für eine verbindliche Entscheidung sind die Originalquelle und der konkrete Bescheid maßgeblich. So prüft und aktualisiert die Redaktion ihre Inhalte.


