Krankenhaus & Entlassung
Entlassmanagement: Voraussetzungen prüfen
Die weitere medizinische und pflegerische Versorgung bereits während des Krankenhausaufenthalts sichern. Für eine belastbare erste Einschätzung zu „Entlassmanagement“ werden Voraussetzungen, Zuständigkeit und erforderliche Nachweise getrennt geprüft.

Kurzantwort
Das Wichtigste in Kürze
Entlassmanagement soll eine lückenlose medizinische, pflegerische und soziale Anschlussversorgung ab dem tatsächlichen Entlasszeitpunkt organisieren. Das Krankenhaus koordiniert mit Einwilligung; Krankenkasse, Pflegekasse, Praxen und Leistungserbringer entscheiden und erbringen ihre jeweiligen Leistungen.
Einordnung
Wann ist dieses Thema relevant?
- Nach der Entlassung werden Medikamente, Pflege, Hilfsmittel oder Therapie benötigt.
- Die bisherige Wohn- und Pflegesituation reicht für den neuen Zustand nicht aus.
- Angehörige können wesentliche Versorgungsschritte nicht kurzfristig allein übernehmen.
Konkreter Ablauf
So gehen Sie Schritt für Schritt vor
- 01
Ausgangslage konkret festhalten: Nach der Entlassung werden Medikamente, Pflege, Hilfsmittel oder Therapie benötigt.
- 02
Dauer und Umfang abgrenzen: Die bisherige Wohn- und Pflegesituation reicht für den neuen Zustand nicht aus.
- 03
Ausschluss- oder Zusatzfragen prüfen: Angehörige können wesentliche Versorgungsschritte nicht kurzfristig allein übernehmen.
- 04
Zuständige Stelle bestimmen und Kontaktweg notieren: Das Krankenhaus koordiniert mit Einwilligung; Krankenkasse, Pflegekasse, Praxen und Leistungserbringer entscheiden und erbringen ihre jeweiligen Leistungen.
- 05
Nachweise abschließend am Entscheidungsmaßstab ausrichten: Entlassmanagement soll eine lückenlose medizinische, pflegerische und soziale Anschlussversorgung ab dem tatsächlichen Entlasszeitpunkt organisieren.
Vorbereiten
Diese Unterlagen helfen
- Schriftlicher Entlassplan mit Verantwortlichen und Terminen
- Arztbrief, Medikamentenplan, Verordnungen und Rezepte
- Kontaktdaten bestätigter Dienste, Einrichtungen und weiterbehandelnder Praxen
- Kurze eigene Zusammenfassung des konkreten Ziels beim Thema „Entlassmanagement“
Genau hinsehen
Worauf Sie besonders achten sollten
Typischer Fallstrick: „Hausarzt kümmert sich“ ist kein Entlassplan, wenn Praxis, Termin, Rezept und Zwischenversorgung nicht bestätigt sind.
Praxisbeispiel: Vor der Freitagsentlassung liegt fest, wer am Wochenende Verbände wechselt und wo fehlende Medikamente erreichbar sind.
Zeitplanung und Wiedervorlage: Planung beginnt sobald ein nachstationärer Bedarf erkennbar ist. Kurz gültige Entlassverordnungen werden sofort an Kasse, Apotheke oder Dienst weitergegeben.
Häufig gefragt
Fragen und kurze Antworten
Welche Voraussetzung ist beim Thema „Entlassmanagement“ entscheidend?
Entlassmanagement soll eine lückenlose medizinische, pflegerische und soziale Anschlussversorgung ab dem tatsächlichen Entlasszeitpunkt organisieren.
Wer ist für das Thema „Entlassmanagement“ zuständig?
Das Krankenhaus koordiniert mit Einwilligung; Krankenkasse, Pflegekasse, Praxen und Leistungserbringer entscheiden und erbringen ihre jeweiligen Leistungen.
Woran erkenne ich, dass eine Prüfung zum Thema „Entlassmanagement“ sinnvoll ist?
Nach der Entlassung werden Medikamente, Pflege, Hilfsmittel oder Therapie benötigt. Die bisherige Wohn- und Pflegesituation reicht für den neuen Zustand nicht aus. Angehörige können wesentliche Versorgungsschritte nicht kurzfristig allein übernehmen.
Offizielle Quellen und fachlicher Stand
Inhaltlich geprüft am 10.07.2026. Für eine verbindliche Entscheidung sind die Originalquelle und der konkrete Bescheid maßgeblich. So prüft und aktualisiert die Redaktion ihre Inhalte.


